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Peter aus München
13.07.2005, 21:42
Parkplatzstreit am Stadion



Siegen. (MA) Vor dem Amtsgericht musste sich ein Spieler des VfL Klafeld wegen Nötigung verantworten. Der begeisterte Fußballer -28- ist ein Fan der Sportfreunde Siegen. Deshalb wollte er sich im Februar des Jahres im Hofbachstadion ein Pokalspiel des erfolgreichen Vereins ansehen. "Mein bester Freund spielt da, und ich habe mich riesig gefreut, dass sie jetzt in der zweiten Liga sind."


Trotzdem sollte es - bei einem Streit um für das Spiel reservierte Parkplätze auf dem angegliederten Parkplatz - zu der Straftat gekommen sein, die den Klafelder Spieler jetzt vor Gericht gebracht hatte.

Der Angeklagte verteidigte sich vehement: "Es war mein angestammter Parkplatz. Die Vorstände haben abgesprochen, dass Spieler des VfL immer dort parken dürfen." Das von Ordnern ausgesprochene Platzverbot wurde nicht akzeptiert.

Das Absperrband soll plötzlich am Boden gelegen haben, und zu Boden ging damals auch laut Anklage einer der Platzordner bei dem Versuch, das gestartete Einparken des Klafelder Spielers zu verhindern. Zu einer Kollision kam es allerdings nicht.

"Der Ordner ist vor den Wagen gesprungen, das ist auch eine Nötigung," wandte der Verteidiger ein.

Ordner soll vor den Wagen gesprungen sein

Amtsanwältin Hippenstiel fragte den Angeklagten, ob nicht der Zorn darüber, dass seine Rechte hier den Zweitligisten weichen sollten, ihn überwältigt habe, aber der Befragte ließ das nicht gelten. Es folgte noch einmal eine Sympathiekundgebung für die Sportfreunde: "Aber es war mein Parkplatz." Genötigt worden sei niemand. Der Ordner habe sich einfach vor den Wagen fallen lassen.

Da sich das nicht nachweisen, aber auch nicht widerlegen ließ, kam es zu einer sportlich-fairen Lösung. Richterin Antonia Ulmer Deimel stimmte der von der Amtsanwältin angeregten Einstellung ohne Auflagen zu.